Aufgabenzeit allein täuscht oft; in Kombination mit Fehlerquote und konsistenten Fokusstrecken wirkt sie aufklärend. Kürzere Zeiten plus weniger Fehler deuten auf Klarheit. Längere Zeiten mit stabiler Konzentration können jedoch produktiv sein. Wichtig ist, Muster zu lesen: Wo entstehen Umwege? Welche Fehler wiederholen sich? Wie gleichmäßig verteilt sich Aufmerksamkeit über Schritte hinweg?
Tiefe Scrolls ohne Interaktion, erratische Klickpfade und plötzliche Abbrüche signalisieren suchende Nutzer. Wenn wichtige Elemente knapp verfehlt werden oder Navigation im Kreis führt, spricht das für Lärm. Kartieren Sie Pfade, markieren Sie Sackgassen, identifizieren Sie Reibung. Jede geglättete Kante macht Orientierung spürbarer und verringert unnötige Wiederholbewegungen, die Energie ohne Fortschritt verbrauchen.
Hohe Herzfrequenzvariabilität deutet auf Regulierung und Ruhe hin, ansteigender Hautleitwert auf Aktivierung. In kurzen Aufgabenblöcken lassen sich Trends erkennen, ohne invasive Datenströme zu erzeugen. Wichtig sind Einwilligung, Pseudonymisierung und klare Zwecke. Beziehen Sie Kontext ein: Tageszeit, Umgebungslärm, parallele Apps. Erst dann wird die Interpretation fair, verantwortungsvoll und belastbar.
Eye‑Tracking offenbart Suchmuster: lange Fixationen auf irrelevanten Elementen, hektische Sakkaden, plötzliche Pupillenvergrößerungen bei Überraschungen. Eine ruhigere Oberfläche zeigt fokussierte Fixationen an relevanten Stellen und weniger Rücksprünge. Auch ohne Spezialhardware helfen Proxy‑Signale wie Maus‑Hover und Scrollrhythmus. Wichtig bleibt, die Grenzen der Ableitung offen zu benennen und keine Überinterpretationen zu riskieren.






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